{"id":104,"date":"2021-12-10T10:53:22","date_gmt":"2021-12-10T10:53:22","guid":{"rendered":"https:\/\/helgaharter.de\/?page_id=104"},"modified":"2023-11-09T14:10:49","modified_gmt":"2023-11-09T14:10:49","slug":"blog","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/helgaharter.de\/?page_id=104","title":{"rendered":"Schnipsel"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Heinrich Hansjakob und das Dachsloch<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:37% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"848\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_5170-848x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-277 size-full\" srcset=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_5170-848x1024.jpg 848w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_5170-249x300.jpg 249w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_5170-768x927.jpg 768w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/IMG_5170.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Der Schriftsteller, Pfarrer und Politiker Heinrich Hansjakob (1837-1916) beschreibt in seinem Buch \u201eErzbauern\u201c einige Schwarzwaldbauern und ihr Lebensumfeld sehr lebendig.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort fand ich auch Informationen dar\u00fcber, wer vor Hans und Isabella (\u201e<a href=\"https:\/\/helgaharter.de\/?page_id=55\">Lumpenk\u00f6nigin<\/a>\u201c) im Dachsloch lebte (ab Seite 117 in Erzbauern). N\u00e4mlich der \u00e4lteste Sohn des Bauernvogts Andreas Harter aus Kaltbrunn, der ebenfalls Andreas hie\u00df. Der alte Vogt war in bitterer Armut gestorben, nachdem er in Folge der Revolutionswirren nach 1848 seine Schulden nicht hatte bezahlen k\u00f6nnen. Sein Sohn Andreas, genannt der \u201eSchn\u00e4weleandres\u201c und dessen Frau K\u00e4the konnten sich nichts Gr\u00f6\u00dferes leisten und zogen ins Dachsloch. Er h\u00e4tte sich sehr vor Gewitter gef\u00fcrchtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Hans Harter aus dem Eselbach ist ein Nachkomme der Schwester des Bauernvogts Andreas Harter. Sie hie\u00df Luitgart (1773-1843) und heiratete einen Harter vom Meierhof in Schapbach (Erzbauern Seite 25). Ihr Sohn Rupert heiratete auf den Bertishof nach Schenkenzell und dessen Sohn Konrad auf den Hof \u201eVor Eselbach\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eErzbauern\u201c hat noch einen Bezug zur \u201eLumpenk\u00f6nigin\u201c. Auf Seite 254 beschreibe ich darin eine \u201eLichtstub\u201c auf dem Fr\u00e4ulinsberg im Konradshof. Kuni liest dort aus dem Buch von Hansjakob. Die Vorfahren der Haberers auf dem Konradshof sind auch im \u201eErzbauern\u201c zu finden. Kunigunde Haberer und ihr Bruder Leopold B\u00fchler (Christleshof) sind Enkel des Bauern vom Holderbach in Schapbach, Simon Armbruster (Seite 172 in Erzbauern). Dieser schenkte ihren Eltern Karl und Franziska B\u00fchler den Lemisburenhof im Tiefenbach in Schapbach, als seine N\u00e4hfadenfabrik am Hohstein insolvent wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer also wissen will, wovon Kunigunde an diesem Abend in der Lichtstub erz\u00e4hlt hat, der kann es bei Hansjakob nachlesen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Reise nach Schlesien<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:37% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"989\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_3540-2-989x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-248 size-full\" srcset=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_3540-2-989x1024.jpg 989w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_3540-2-290x300.jpg 290w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_3540-2-768x795.jpg 768w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_3540-2-1484x1536.jpg 1484w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_3540-2-1979x2048.jpg 1979w\" sizes=\"auto, (max-width: 989px) 100vw, 989px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Die Reise nach Polen stand schon l\u00e4nger auf dem Programm. Eigentlich sollte es ein l\u00e4ngerer Urlaub werden, aber wegen Corona und vielen Terminen hat es nie geklappt. So blieb es jetzt bei drei Tagen. Ich wollte fahren und irgendwie doch nicht: Polen klang in meinem Kopf schon negativ, warum nur? Und dann die Erfahrungen meiner Eltern, die in den Neunzigern schon mal in Birkenh\u00f6he waren. Nicht gerade ermutigend, man hatte sie misstrauisch gemustert und nirgends hinein gelassen. Die Angst vor Ablehnung und vor der unbekannten Sprache mischte sich mit dem Wissen: so schnell komme ich da nicht mehr hin. Also muss ich die richtigen Stellen besuchen und fotografieren und die Fotos m\u00fcssen gut werden. Doch das emotionalste war die Vorstellung, jetzt das zu sehen, wovon mir seit \u00fcber f\u00fcnfzig Jahren erz\u00e4hlt wird. Es f\u00fchlt sich tats\u00e4chlich als ein St\u00fcck meiner eigenen Geschichte an. W\u00fcrde es so sein, wie ich es mir vorgestellt hatte?<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem Besuch in G\u00f6rlitz, Niesky und See folgten wir schlie\u00dflich der Fluchtroute von Lisa und den Kindern in umgekehrter Reihenfolge. In Szprotawa (Sprottau) suchten wir nach der Stelle, wo das Flugzeugungl\u00fcck geschah. Man sieht die Landebahn noch, auch die Hangars, dazwischen stehen jetzt moderne Firmen. Ab Przemkow (Priemkenau) fuhren wir \u00fcber die alte Landstra\u00dfe: Kopfsteinpflaster, kilometerweit schnurgerade, sehr viel Wald rechts und links, nasse Laubw\u00e4lder, so ungem\u00fctlich! Unterwegs Trzenika (Sebnitz), wo der Treck \u00fcbernachtet hatte, dann Lubien (L\u00fcben), wo wir im Gegensatz zu Lisa in einem gem\u00fctlichen Hotel schliefen. Am n\u00e4chsten Morgen fuhren wir bei Scinawa (Steinau) \u00fcber die Oderbr\u00fccke. Hier flie\u00dft eine eher unspektakul\u00e4re Oder, hatte ich mir breiter vorgestellt. Schlie\u00dflich erreichten wir das h\u00fcgelige Land um Birkenh\u00f6he, Felder, Wiesen, kleine Birkenw\u00e4ldchen, ab und zu ein Dorf, weit verstreut. Die Stra\u00dfe wieder schnurgerade, auf und ab.<\/p>\n\n\n\n<p> Am Ortsrand von Birkenh\u00f6he, das heute Chocieborowice hei\u00dft, stellten wir das Auto ab. Ich war richtig aufgeregt. Die Brennerei mit dem Schornstein, der Pferdestall von Ottos, unbenutzt, zerbrochene Scheiben, das Schloss ein eher h\u00e4ssliches Wohnhaus. Biedermann wie fr\u00fcher auf alten Postkarten. Dann das Schulhaus- ich hatte es mir gr\u00f6\u00dfer vorgestellt! Im Garten arbeiteten zwei Frauen. Ich zeigte ihnen den Text, den ich auf Polnisch \u00fcbersetzt hatte (Google sei gedankt): dass ich ein Buch schreibe, das hier spiele (<a href=\"https:\/\/helgaharter.de\/?page_id=75\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dorfschulrose)<\/a>, dass meine Mutter hier Kind war, ein paar S\u00e4tze halt. Das hat ihnen sofort ein L\u00e4cheln ins Gesicht gezaubert und sie empfingen uns mit offenen Armen! Wir wurden hereinkomplimentiert, Kaffee gekocht, Kekse aufgetragen. Sp\u00e4ter brachte die Hausfrau Nudeln mit Sauerkraut, W\u00fcrste, H\u00e4hnchenfleisch, sicher das Abendessen des Hausherren! Sie sprachen kein Deutsch, wir nutzten H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe. Wichtige S\u00e4tze tippte ich ins Handy, lie\u00df es \u00fcbersetzen, sie las und nickte, tippte selbst etwas. Es entstand eine unglaubliche Herzlichkeit, erstaunlich f\u00fcr die zwei Stunden, die wir da waren. Als w\u00fcrden wir uns schon lange kennen. Das Schulhaus war auch bei den Polen Schulhaus gewesen, die Hausfrau und ihre Mutter sind hier zur Schule gegangen. Schon die Mutter ist im Dorf geboren. Schlesien ist lange her. Heute wohnen drei Parteien im Haus, die Sch\u00fcler m\u00fcssen nach Herrnstadt in die Schule. Die Frauen lachten entz\u00fcckt \u00fcber die alten Fotos, die ich dabei hatte. Schwarz-Wei\u00df-Fotos mit meinen Gro\u00dfeltern vor ihrer Haust\u00fcr! Das verbindet uns. Die beiden begleiteten uns zum Auto. Herzliche Umarmung, Winken.<\/p>\n\n\n\n<p>In Wasocz (Herrnstadt) fotografierten wir den Marktplatz, das Haus von Lisas Eltern war zerst\u00f6rt und wurde erst sp\u00e4ter wieder aufgebaut. Unser letztes Ziel war der Hof von Karls Eltern in Bartkov (Bartschdorf). Auch hier wurden wir herzlich empfangen. Die jetzige Hausherrin f\u00fchrte uns in die K\u00fcche, Marthas K\u00fcche! Ein eigenartiges Gef\u00fchl. Der wei\u00df- rot karierte Steinboden war sicher noch Original. Wieder Essen, wieder Kaffee! Und wieder gro\u00dfe Freundlichkeit, ohne die Worte des anderen zu verstehen. Ich bin so dankbar. Inzwischen ist es dunkel und wir fahren zur\u00fcck. Im Gep\u00e4ck Fotos und eingelegte Gurken und Pilze aus Birkenh\u00f6he. Jetzt habe ich Freunde in Polen!<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wanderv\u00f6gel<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:36% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"794\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_5746-2-794x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-243 size-full\" srcset=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_5746-2-794x1024.jpg 794w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_5746-2-232x300.jpg 232w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_5746-2-768x991.jpg 768w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_5746-2-1190x1536.jpg 1190w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/IMG_5746-2.jpg 1336w\" sizes=\"auto, (max-width: 794px) 100vw, 794px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Als meine beiden Hauptpersonen Lisa und Karl aus<a href=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-admin\/post.php?post=75&amp;action=edit\"> Dorfschulrose<\/a> jung waren, wurde viel gesungen. Gemeinsame Unternehmungen waren sehr beliebt. Es entstand eine Jugendbewegung, die viel wanderte: die Wanderv\u00f6gel. Was ich dar\u00fcber las, hat mich fasziniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war eine Bewegung, die 1896 in Steglitz gegr\u00fcndet wurde als Gegenbewegung zur Industrialisierung. Vor allem Sch\u00fcler und Studenten waren dort zu finden. Es war eine regelrechte Lebensreformbewegung: die jungen Leute zog es in die Natur, Turnen, Skifahren, Schwimmen wurden popul\u00e4r, es wurden neue Lieder und Volkslieder gesungen. Gesundes Leben, gesundes Essen, ein freier Geist, gemeinsam Zeit verbringen, Spielen, Kochen, einfach leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Anfangs bestanden die Wanderv\u00f6gel nur aus jungen M\u00e4nnern, sp\u00e4ter kamen M\u00e4dchen und Frauen dazu. &nbsp;In straffer Hierarchie war die Bewegung organisiert: Oberh\u00e4uptling, darunter zwei H\u00e4uptlinge, Wanderburschen und Wanderf\u00fcchse (das waren die Anf\u00e4nger), man hielt sich an eine Satzung. Ohne Wanderausr\u00fcstung zogen die jungen Leute los: Mit Schulranzen, Sch\u00fclerm\u00fctze, Regenschirm. Ganz Deutschland wurde erwandert. Nur einen Sonntag, ein paar Tage, manchmal l\u00e4nger. Jugendherbergen entstanden. Abenteuerlich sei das Leben, voller Dynamik und Kreativit\u00e4t. Das Liederbuch hie\u00df: \u201eZupfgeigenhansel\u201c und enthielt gesammelte Lieder aus anderen Liederb\u00fcchern und beim Wandern entstandene Neue.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider haben die Nazis 1933 die Wanderv\u00f6gel in die Hitlerjugend integriert und die Organisation f\u00fcr ihre Ziele missbraucht. Die Wanderv\u00f6gel als Organisation hat heute keine Bedeutung mehr, aber die Bewegung hat Wirkungen bis in unsere Zeit.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"an-dieser-stelle-mochte-ich-einzelheiten-aus-der-recherche-mit-meinen-lesern-teilen-viele-nachforschungen-kommen-im-buch-nur-kurz-vor-in-meinen-notizbuchern-finden-sich-ausserdem-schnipsel-zu-meinen-buchern-die-erganzung-oder-gedankenanstoss-sein-konnen-vielleicht-interessiert-es-ja-jemanden\">An dieser Stelle m\u00f6chte ich Einzelheiten aus der Recherche mit meinen Lesern teilen. Viele  Nachforschungen kommen im Buch nur kurz vor. In meinen Notizb\u00fcchern finden sich au\u00dferdem Schnipsel zu meinen B\u00fcchern, die  Erg\u00e4nzung oder Gedankenansto\u00df sein k\u00f6nnen. Vielleicht interessiert es ja jemanden?<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:33% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/IMG_0068-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-201 size-full\" srcset=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/IMG_0068-683x1024.jpg 683w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/IMG_0068-200x300.jpg 200w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/IMG_0068-768x1152.jpg 768w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/IMG_0068.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum ich B\u00fccher \u00fcber fr\u00fcher schreibe<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend ich an <a href=\"https:\/\/helgaharter.de\/?page_id=55\">\u201e Lumpenk\u00f6nigin<\/a>\u201c schrieb, versuchte ich festzuhalten, warum ich Isabellas Geschichte aufschreibe <\/p>\n\n\n\n<p>Das erste, warum ich Isabellas Geschichte schreibe: Sie soll nicht vergessen werden. Was Krieg anrichtet, wie dadurch nicht nur das Leben der Soldaten zerst\u00f6rt wird, ihre Gesundheit, ihre Tr\u00e4ume, ihre Zukunft, sondern eben auch das Leben der Frauen und Kinder. Bei Isabella ist das ganz krass. Oft wird vergessen, dass gerade die Frauen gro\u00dfe Helden waren. Sie mussten stark sein, hatten keine Wahl. Und die Generationen unserer Gro\u00dfeltern und Urgro\u00dfeltern erlebte sogar zwei Kriege. &nbsp;Manchmal wird mir die Besch\u00e4ftigung damit zu viel. Es macht mir emotional zu schaffen, ein St\u00fcck durchlebe ich es selbst. Zu der \u00e4u\u00dferen Not kommt f\u00fcr Isabella der schreckliche Charakter ihres Ehemannes. Vieles w\u00e4re zu ertragen gewesen, w\u00e4re er nicht so grob und w\u00fcst zu ihr. Aber hat seine Geschichte nicht auch im Krieg die harte Wendung genommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Das zweite, warum ich Isabellas Geschichte erz\u00e4hle: es macht mir gro\u00dfen Spa\u00df, dem Alten nachzusp\u00fcren und zu erforschen, wie die Menschen damals gelebt haben. Ich gehe die Wege und denke: da sind sie gelaufen, da haben sie geerntet, in diesem Gasthaus ist er eingekehrt. Ich frage mich: wie haben sich die Menschen&nbsp; gekleidet und frisiert und wohin ging man zum Einkaufen, was gab es zu Mittag, welche Lieder wurden gesungen, welche B\u00fccher gelesen? Wie hat die gro\u00dfe Politik ihr kleines Leben beeinflusst? Dazu erkunde ich lokale Traditionen, wie zum Beispiel das \u201eS\u00e4ckle strecken\u201c oder das \u201eMaien schm\u00fccken\u201c.&nbsp;Vieles, was ich von meinen Eltern \u00fcber diese Zeit wei\u00df, lie\u00df ich mit einflie\u00dfen und das ist eine Menge. Es interessiert mich selbst und ich will, dass es nicht vergessen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt noch einen Grund zum Schreiben und der hei\u00dft Heimatliebe. Es interessiert mich, wie sich die Dinge hier im S\u00fcden Deutschlands entwickelt haben. Unglaublich, welche weltbewegenden Dinge im Schwarzwald ausget\u00fcftelt wurden, welche genialen Leute hier gelebt haben, die Familie Junghans zum Beispiel oder Frau Beh aus Schiltach (Hausierer Sophie). Aber auch den unbedeutenden Helden ihrer Zeit wie Sophie oder Isabella oder Kunigunde oder Rosa und wie sie alle hei\u00dfen, will ich ein Denkmal setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es mir gelingt, meine Leser mit in diese Zeit zu nehmen, als w\u00e4ren sie selbst dort gewesen, dann freut es mich!<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"614\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_0066-614x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-189 size-full\" srcset=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_0066-614x1024.jpg 614w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_0066-180x300.jpg 180w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_0066-768x1281.jpg 768w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IMG_0066.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 614px) 100vw, 614px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"giftgas-im-ersten-weltkrieg\">Giftgas im Ersten Weltkrieg<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die <a href=\"https:\/\/helgaharter.de\/?page_id=55\">Lumpenk\u00f6nigin<\/a> musste ich mich mit der Kriegsf\u00fchrung im Ersten Weltkrieg besch\u00e4ftigen. Isabellas erster Mann, Johannes, kam von Giftgas gesch\u00e4digt aus dem Ersten Weltkrieg und starb f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter an den Folgen. Am liebsten h\u00e4tte ich mich nicht damit befasst, es ist so entsetzlich. Aber Isabellas Geschichte steht f\u00fcr hunderttausend andere in ganz Europa. Und leider nicht nur aus der Zeit von 1914 bis 1918. <\/p>\n\n\n\n<p>Giftgas war verboten \u2013 die Haager Landkriegsordnung von 1907 hatten alle Kriegsparteien unterzeichnet. Und dennoch wurden 120 000 Tonnen Giftgas verschossen, zuerst aus Rohren geblasen, sp\u00e4ter in Granaten gef\u00fcllt, siebzehn Millionen Geschosse! Die Stoffe reizten die oberen Atemwege, zerst\u00f6rten Augen, Lunge und Haut. Schreckliche Atemnot, schaumiger Auswurf, Blut in der Lunge, Erstickungsangst, Unruhe, instabiler Blutdruck\u2026 <\/p>\n\n\n\n<p>Leider waren die Deutschen bei der Entwicklung ganz vorne dabei und viele M\u00e4nner starben auch, weil sie ihre eigenen Leute nicht gen\u00fcgend sch\u00fctzten. Gewonnen hat dadurch keine Partei, verdient hat nur die chemische Industrie! <\/p>\n\n\n\n<p>Beim B\u00fccherschreiben kann man wirklich zum Pazifisten werden!<\/p>\n\n\n\n<p>Informationen zum Thema zum Beispiel auf  Lebendiges Museum Online www.dhm.de<\/p>\n\n\n\n<p>Das Foto zeigt Johannes Neff (1891-1922), Isabellas erster Mann, fotografiert von Carl Faist in Schramberg ca. 1910<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:34% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"613\" src=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Hochzeitsbild-Bossert-klein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-176 size-full\" srcset=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Hochzeitsbild-Bossert-klein.jpg 400w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Hochzeitsbild-Bossert-klein-196x300.jpg 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"biografie-der-hausierer-sophie\">Biografie der <a href=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-admin\/post.php?post=40&amp;action=edit\">Hausierer Sophie<\/a><\/h1>\n\n\n\n<p>im Vorfeld meiner B\u00fccher schreibe ich f\u00fcr die Hauptfiguren eine fiktive Biografie. Ich trage die Fakten zusammen und f\u00fclle fehlende Zeiten. Hier die (gek\u00fcrzte) Biografie von Sophie Bossert, geborene Storz. Ich stelle mir vor, sie h\u00e4tte sie Silvester 1923 geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMein Name ist Sophie Bossert. Ich wurde geboren am 11. Juni 1879, zu dieser Zeit war Otto von Bismarck Reichskanzler unter unserem Kaiser Wilhelm I. Unsere Familie lebte in Vorderlehengericht auf dem \u201eBohmen\u201c, einem \u201eG\u00fctli\u201c, das mein Vater von Gro\u00dfvater Jakob geerbt hatte. Meine Mutter ist eine geborene B\u00fchler, die gibt es in Schiltach und Lehengericht \u00fcberall. Neben der kleinen Landwirtschaft arbeitete mein Vater bei der Bahn. Er spielte im Musikverein Trompete. Ich bin die mittlere von neun Kindern. Als ich zwei war, starb meine Zwillingsschwester, was eine seltsame Traurigkeit in meinem Leben zur\u00fccklie\u00df. Auch meinen s\u00fc\u00dfen kleinen Bruder Wilhelm mussten wir beerdigen. Nach der Schule kam ich zu Tante Maria  in den Haushalt und von da nach Lahr zu ihrer Schwester. Dort lernte ich, wie Obstb\u00e4ume fachkundig geschnitten werden. Tante Luise hatte vor allem Zwetschgen, die sie in die Schnapsfabrik brachte. In Lahr traf ich viele junge Leute, ich besa\u00df sogar ein Fahrrad und erinnere mich gern an die Sonntage, an denen wir zum Picknick an den Rhein fuhren. <\/p>\n\n\n\n<p>Dort traf ich Matthias, einen Arbeiter der Tabakfabrik Roth H\u00e4ndle, zum ersten Mal. Am meisten hat mich sein Schnurrbart beeindruckt, den er liebte und pflegte. Matthias war immer fein gekleidet und roch nach Rasierwasser. Alle jungen M\u00e4dchen himmelten ihn an. Warum er dann gerade mich genommen hat, ist mir bis heute nicht klar. Ich habe widerspenstiges Haar, eine blasse Haut und flache Br\u00fcste, doch er schw\u00e4rmte von meinen Augen! Wir heirateten 1906 und bezogen in Lahr ein Hinterzimmer im Arbeiterviertel an der Schutter. Es gab nur eine winzige K\u00fcche, W\u00e4schewaschen und Baden musste man im Keller, f\u00fcr den Abort \u00fcber den Hof. 1907 kam Anna und 1908 Elsa. Das Zimmer war hoffnungslos zu klein, doch mehr Miete konnten wir uns nicht leisten. Als das dritte Kind unterwegs war, brach die Katastrophe \u00fcber uns herein: Roth H\u00e4ndle kaufte drei gro\u00dfe Verpackungsmaschinen und die Packer flogen raus. Matthias fand keine andere Stelle, da entschlossen wir uns, zur\u00fcck nach Lehengericht zu ziehen. Was f\u00fcr ein Unterschied: aus der Stadt mit ihrem L\u00e4rm und den vielen M\u00f6glichkeiten in den Herrenweg mit atemberaubender Aussicht und einer tiefen Stille, die manchmal fast wehtat. Nun musste Matthias jeden Tag eine Stunde Fu\u00dfweg nach Schramberg zur Arbeit zur\u00fccklegen.<\/p>\n\n\n\n<p> 1910 wurde Walter geboren, 1911 kam Eugen. Und 1914 kam der Krieg. Matthias wurde gleich in den ersten Tagen eingezogen. Vier Jahre war er weg. Von einem Tag auf den anderen kein Einkommen mehr. Mit dem Kleinen auf dem Arm bin ich betteln gegangen. Wenigstens kam Matthias gesund wieder. Doch er fand keine Arbeit. Viele Fabriken hatten zugemacht, keine Arbeiter, kein Material, keine Kredite. Da ging er von Haus zu Haus und bot seine Dienste an. Er ist t\u00fcchtig, verkauft Waren, repariert Maschinen, tauscht und verhandelt. Langsam ging es aufw\u00e4rts. Jetzt haben wir die Reichsmark und die Wirtschaft stabilisiert sich. Inzwischen ist Anna aus der Schule, ich konnte sie bei Gr\u00fcnbergers unterbringen, das sind unsere Nachbarn. Bei der alten Gr\u00fcnbergerin kann sie viel lernen und zu Essen gibt es auch auf dem Hof. Ab n\u00e4chstem Jahr kann Elsa bei Frau Beh arbeiten, dann m\u00fcssen wir nur noch die Jungs satt kriegen! Ich hoffe, das Jahr 1924 wird gl\u00fccklich!\u201c<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:41% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"656\" height=\"400\" src=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1954-Waldrand1_22-1.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-159 size-full\" srcset=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1954-Waldrand1_22-1.jpeg 656w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1954-Waldrand1_22-1-300x183.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 656px) 100vw, 656px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"zu-fuss\">Zu Fu\u00df<\/h1>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher gingen die Leute zu Fu\u00df, die wenigsten hatten ein eigenes Auto und f\u00fcr arme Leute war die Eisenbahn zu teuer. So zum Beispiel meine Urgro\u00dfmutter Sophie Bossert, die<a href=\"https:\/\/helgaharter.de\/?page_id=40\"> Hausierer Sophie<\/a>. Sophies Mann, Matthias, war reisender N\u00e4hmaschinenh\u00e4ndler und Mechaniker. Alles zu Fu\u00df. Elsa, seine Tochter &#8211; meine Oma, ging in Vorderlehengericht zur Schule und wohnte beinahe in Halbmeil. Das sind sch\u00e4tzungsweise drei Kilometer eine Strecke. Man ging zu Fu\u00df. Mein Vater erz\u00e4hlte, dass es Leute gab, die jeden Tag von Alpirsbach nach Oberndorf zur Arbeit wanderten, 20 Kilometer! Und zur\u00fcck nach zehn Stunden Arbeit. Einmal h\u00e4tte seine Gro\u00dfmutter Christine ihren Mann in Stuttgart besucht, als er beim Milit\u00e4r war. Zu Fu\u00df. Man ging zur Wallfahrt oder besuchte Verwandte.  Mein Vater wanderte als Kind mit seiner Mutter Elsa im Krieg f\u00fcr einen Handwagen voller \u00c4pfel barfu\u00df 50 Kilometer an einem Tag und am n\u00e4chsten zur\u00fcck! Alles zu Fu\u00df. <\/p>\n\n\n\n<p>Das k\u00f6nnen wir uns kaum noch vorstellen. Wir h\u00e4tten dazu gar nicht die Zeit in unserer Hektik. Schade eigentlich. Man ging oft zusammen, als Familie oder mit Freunden. So war viel Zeit zum Reden. Ob man es getan hat oder ob man sich an geschwiegen hat? Es blieb Zeit zum Nachdenken, zur Stille, ohne Ablenkung. Durch den Fu\u00dfweg zueinander wurde die Gemeinschaft wertvoll, es war ein Aufwand, ging nicht im Handumdrehen. So freute man sich auf einen Besuch, gestaltete ihn bewusst und genoss ihn. Obwohl es eine Anstrengung bedeutete, besuchte man sich vielleicht \u00f6fters als heute, wo man nur schnell hinfahren m\u00fcsste. Ich will die Zeit nicht zur\u00fcck haben. Wir haben es heute viel bequemer. Darum: wen sollte ich wieder mal besuchen? Mit dem Auto. Und dann k\u00f6nnte ich mit ihm eine Runde um den Block laufen, nur so zum Reden!<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"mode-1910-bis-1920\" style=\"font-size:38px;line-height:1.4\">                                             Mode 1910 bis 1920<\/h1>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow advgb-dyn-f2a6aa86\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Emma-Huettig-mit-Elfriede-Elisabeth-u-Trudchen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-107\" width=\"260\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Emma-Huettig-mit-Elfriede-Elisabeth-u-Trudchen.jpg 600w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Emma-Huettig-mit-Elfriede-Elisabeth-u-Trudchen-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1930-40-Oma-Naehmaschine-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-115\" width=\"-277\" height=\"-259\" srcset=\"https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1930-40-Oma-Naehmaschine-1.jpg 600w, https:\/\/helgaharter.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/1930-40-Oma-Naehmaschine-1-300x283.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>1910 war die Mode noch von der &#8222;belle epoque&#8220; beeinflusst: kn\u00f6chellang, flie\u00dfende Stoffe. Am liebsten mit Hut, einem flachen Wagenrad. Dann verschwindet das Korsett, die Taille wandert h\u00f6her, der Rocksaum steigt. Bei den kleinen Jungs ist der Matrosenanzug beliebt. Im Krieg wird praktische Kleidung gebraucht. Make up kommt erst langsam, es wurde 1909 in LA erfunden. Die Frauen verstecken es vor ihren M\u00e4nnern! Glattes Haar galt als unsch\u00f6n, es wurde gelockt. Die Seitenteile wurden \u00fcber Haarpolster nach oben geschlungen, die hintere Partie zu einem Knoten gedreht. Dann begann Coco Chanell aus Jersey Oberbekleidung zu n\u00e4hen, eine Revolution! \u00c4rmere Leute konnten sich nicht an der aktuellen Mode beteiligen, viele n\u00e4hten ihre Kleidung selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine gute Seite dazu fand ich unter: retrochicks.de<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heinrich Hansjakob und das Dachsloch Der Schriftsteller, Pfarrer und Politiker Heinrich Hansjakob (1837-1916) beschreibt in seinem Buch \u201eErzbauern\u201c einige Schwarzwaldbauern und ihr Lebensumfeld sehr lebendig. Dort fand ich auch Informationen dar\u00fcber, wer vor Hans und Isabella (\u201eLumpenk\u00f6nigin\u201c) im Dachsloch lebte (ab Seite 117 in Erzbauern). 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